Warum sich TYPO3 für den Newsletterversand eignet
In TYPO3 lassen sich Newsletter über die Extension luxletter erstellen und versenden. Im Prinzip ist ein Newsletter nichts anderes als eine ganz normale TYPO3-Seite, die über die Extension verschickt wird – mit allen Vorteilen, die das mit sich bringt:
- Die Funktionalität unterliegt wie alle TYPO3-Extensions der GPL v2 und ist damit kostenlos.
- Sämtliche Daten bleiben auf dem eigenen Webserver und werden damit datenschutzrechtlich ordnungsgemäß verarbeitet.
- Newsletter- und Website-Darstellung sind einheitlich, da dieselben Templates genutzt werden.
- Bei der Gestaltung des Newsletters gibt es keine technischen Einschränkungen.
- Redakteure erstellen Newsletter-Inhalte genauso wie Seiteninhalte – keine Einarbeitung in ein weiteres System nötig.
- Inhalte der Website (z. B. News) lassen sich automatisiert in den Newsletter übernehmen – keine Doppelpflege.
- Umgekehrt können Newsletter-Inhalte als eigene Seite bereitgestellt werden und so die Content-Qualität auch für Suchmaschinen verbessern.
- Der Newsletter eignet sich auch zur Ansprache von Nutzern eines Login-geschützten Bereichs.
Die Extension Luxletter ist kostenlos im TYPO3 Extension Repository (TER) verfügbar. Nach Installation und Einrichtung ist der eigentliche Newsletterversand sehr einfach.
Ein Newsletter ist eine ganz normale TYPO3-Seite
Um einen Newsletter zu erstellen, legen Sie im Seitenbaum eine Seite vom Typ Newsletter an. Diese Seite wird später als Newsletter verschickt und lässt sich pflegen wie eine gewöhnliche Einzelseite. Je nach Einrichtung stehen meist einfache Text- und Bildelemente zur Verfügung, da komplexe Designstrukturen in vielen Mailprogrammen Probleme bereiten. Unterschiedliche Newsletter-Designs können hinterlegt und beim Versand ausgewählt werden.
Empfänger verwalten
Die Empfänger sind beim Luxletter ganz normale Frontendbenutzer (Systemextension feuser). Damit lassen sich standardmäßig umfangreiche Daten hinterlegen (Adresse, Anrede, Geschlecht usw.), Gruppen als Empfängerlisten definieren – ein Newsletter geht immer an genau eine Gruppe, ein Empfänger kann aber mehreren Gruppen zugeordnet sein – und Empfängern bei Bedarf ein geschütztes Login anbieten. Mailempfänger lassen sich hier auch manuell deaktivieren oder löschen.
Tipp: Legen Sie immer eine eigene Testgruppe mit Ihrer eigenen Mailadresse an (und denen, die ebenfalls testen sollen). Luxletter bietet zwar eine Vorschau und einen Testversand an einzelne Adressen – der sicherste Test ist aber der vollständige Versand an eine Testgruppe.
In drei Schritten zum Mailversand
Zum Versenden bietet Luxletter ein eigenes Backend-Modul, das den Versand in drei Schritten führt:
- Grunddaten: Titel, eine mögliche Kategorie, ein optionaler Versandzeitpunkt und eine Beschreibung – alles nur für interne Zwecke.
- Details: Absender (unterschiedliche Versender lassen sich hinterlegen), Layout, Empfängergruppe und die Seite, die als Newsletter verschickt werden soll.
- Vorschau & Testmail: Der Newsletter wird in der Vorschau geprüft und testweise an eine Mailadresse verschickt. Wird hier gespeichert, geht der Newsletter in die Versandwarteschlange.
Um SPAM-Probleme zu vermeiden, werden Newsletter immer nur blockweise (z. B. 50 Stück) in zeitlichem Abstand verschickt. Verantwortlich dafür ist im TYPO3-Scheduler ein passend konfigurierter Task luxletter:queue.
Rechtliche Aspekte
- Double-Opt-in: Versenden Sie nur an Empfänger, die dem Versand ausdrücklich per Double-Opt-in zugestimmt haben. Die dafür nötige Funktion lässt sich z. B. über die von WACON entwickelte, kostenlos auf GitHub verfügbare Extension feuserregistration realisieren.
- Datenminimierung: Erfassen Sie nur Daten, die Sie tatsächlich benötigen.
- Einfache Abmeldung: Bieten Sie in jedem Newsletter eine unkomplizierte Abmeldemöglichkeit an, z. B. per Link im Footer.
- Anbieterkennzeichnung: Versenden Sie mit jedem Newsletter Ihre Anbieterkennzeichnung entsprechend dem Impressum.
Gendersensible Anrede
Ob die Erfassung von Geschlecht, Vor- und Nachname für den Newsletterversand notwendig ist oder dem Prinzip der Datenminimierung widerspricht, lässt sich diskutieren – aus Marketing-Sicht ist eine Personalisierung aber meist von Vorteil. Entscheiden Sie sich dafür, sollten neben dem männlichen und weiblichen Geschlecht auch andere Optionen berücksichtigt werden. Drei alternative Ansätze haben sich bewährt:
- Neutrale Anrede: z. B. „Guten Tag Max Mustermann" – eine Geschlechterangabe ist nicht erforderlich, der Vorname wird aber benötigt.
- Kombination: Liegt das Geschlecht (teilweise) vor, sprechen Sie weibliche und männliche Empfänger mit Frau bzw. Herr an, bei diversem Geschlecht oder fehlenden Daten neutral wie unter 1.
- Die „*-Lösung": z. B. „Liebe*r" bzw. „Sehr geehrte*r" + Titel + Vorname + Nachname.
Alle drei Lösungen lassen sich mit dem TYPO3-Newsletter umsetzen, z. B. in Verbindung mit der Extension tt_address.
Tipps für einen erfolgreichen Newsletterversand
- Der Betreff entscheidet oft, ob ein Newsletter geöffnet oder gelöscht wird – bringen Sie den Inhalt in 20–40 Zeichen auf den Punkt.
- Der Pre-Header wird von vielen Mobilgeräten als Vorschau angezeigt. Wiederholen Sie hier nicht den Betreff, sondern ergänzen Sie ihn mit maximal 100 Zeichen.
- Verwenden Sie Alt-Texte für Bilder, da viele Mailprogramme Bilder standardmäßig nicht anzeigen.
- Halten Sie Texte kurz und verlinken Sie stattdessen auf Ihre Website.
- Halten Sie das Layout einfach und professionell, damit möglichst viele Mailprogramme es korrekt darstellen.
- Wählen Sie eine ausreichend große Schrift – besonders wichtig auf Smartphones.
- Achten Sie auf korrekte Rechtschreibung und den richtigen Versandzeitpunkt für Ihre Zielgruppe.
- Testen Sie die Darstellung in gängigen Webmailern und Mailprogrammen sowie den SPAM-Verdacht Ihres Newsletters, z. B. mit mail-tester.com.
Newsletter mit TYPO3 einrichten lassen
Wir übernehmen Konzeption, Template und rechtssichere An-/Abmeldung Ihres TYPO3-Newsletters.